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Beschreibung des Aufmasses
Im Rahmen der Semesterarbeit im Fach Ingenieurholzbau sollte Vorort ein Aufmaß des Turms III (Doppelturm) erfolgen. Dieses Aufmaß beinhaltet folgende Punkte:
- Skizzierung des Stützen- und Fundamentplans
- Bezeichnung aller Stützen
- Festlegung des Nullpunktes mittels Rotationslasergerät und Markierung des Punktes an der Stütze D
- Projizierung des Nullpunktes an die anderen Stützen
- Vermessung des OKF (Oberkante-Fundament) an allen Stützen
- Vermessung aller Fundamente bzw. Abstände zwischen den Fundamenten
- Vermessung der diagonalen Streben bzw. Verbindungen zwischen den Streben an allen Turmseiten
- Vermessung der vertikalen Abstände der Knotenpunkte im Bereich des Sockels zu Knoten 2
- Kontrolle der Höhenmaße der horizontalen Streben
- Vermessung der Turmverankerung
- Vergleich der Ergebnisse mit den Originalplänen.
- Feuchtemessungen an ausgewählten Bauteilen und Dokumentation der Ergebnisse
Bei der Vermessung der Fundamenthöhen wurde von der Stütze D mit dem Maß 1,265 m (OKF bis zum Meterstrich) ausgegangen. Es wurden dabei Höhenunterschiede von -1,5 bis +2,0 cm festgestellt.
Laut Plan hat das Fundament eine Tiefe von 3 m und konnte deswegen nicht Vorort überprüft werden. Es wird davon ausgegangen, dass diese Angabe stimmt.
Bei dem Vergleich der Ergebnisse mit den Originalplänen wurden Abweichungen von wenigen Zentimetern festgestellt.
Die festgestellten Abweichungen sind im Bezug zu den Bestandsplänen so gering, dass diese auf die Ungenauigkeiten und Fehlertoleranz bei dem Aufmaß zu führen und somit vernachlässigbar sind.
Auf Grund von erschwerter Zugänglichkeit konnten nur die Diagonalen zwischen den Achsen 1 und 2 gemessen werden. Auch die horizontalen Abstände der Knotenpunkte konnten lediglich von Knoten 1 zu Knoten 2 gemessen werden.
Weiterhin wurden die Höhenabstände der horizontalen Streben gemessen. Hierbei mussten jeweils die horizontalen Streben für das Aufmaß herangezogen werden, die über den Treppenlauf frei zugänglich waren. Darin liegt auch begründet, dass die überprüften Höhenmaße in derselben Weise springen wie auch die Treppe, über die die Begehung stattfand. Die Abstände der horizontalen Streben stimmen bis auf wenige Zentimeter ebenfalls mit den Bestandsplänen überein, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass die vorhandenen Pläne nachwievor korrekt sind.
Bei der Kontrolle der Abstände der Horizontalstreben wurden ebenfalls Feuchtemessungen an ausgewählten Bauteilen vorgenommen. Es wurde dabei deutlich, dass die Stützenhölzer einen Wassersättigungsgrad von 13 - 15% aufweisen, was im normalen Rahmen liegt, die Horizontalstreben auf denen das Wasser länger steht jedoch einen Wassersättigungsgrad von bis zu 50% aufweisen. Als Messgerät wurde ein Gerät verwendet, welches die Holzfeuchte über einen elektrischen Widerstand misst. Des Weiteren fiel bei der Ingenieursmäßigen Begehung auf, dass an einigen Stellen des Bauwerks die Verbindungsmittel fehlten sowie das Teile der Treppenkonstruktion bereits im fortgeschrittenen Stadium verrottet sind. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sollte das Bauwerk daher keinesfalls durch Unbefugte betreten werden.
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