Zustandskartierung

Die Zustandskartierung an dem betrachteten Brücker Holzturm, dem von Süden aus linken Turm des Doppelturms (Turm III), wurde am 08. Mai 2010 durchgeführt. Dabei wurden die leicht zugänglichen, ebenerdigen horizontalen, vertikalen und diagonalen Hölzer sowie Teile der Plattform untersucht. Diese Analyse und Erfassung des Ist- Zustandes der Konstruktion erfolgte durch eine Inaugenscheinnahme, Klopfproben sowie mittels Resistograph und brachte folgende Ergebnisse (vgl. graphische Darstellung)

Ablauf der Zustandskartierung

Unser Vorgehen beinhaltete folgende Punkte:

- Erfassung des statisch-konstruktiven Gesamtsystems
- zeichnerische Dokumentation
- visuelle Holzprüfung
- Klopfprobe
- Holzfeuchtemessung
- Holzschädlingserfassung
- Bohrwiderstandsmessungen

 

Schadensübersicht am linken Turm

Ergebnis unserer Schadenskartierung (PDF)

 

  • Die vertikalen Hölzer an allen Stielen sowie die daran angeschlossenen Diagonalen im unteren Bereich sind nicht geschädigt, kein Schadensbefund

 

  • Die äußeren horizontalen Balken zu ebener Erde weisen teilweise starke Schädigungen auf, abschnittsweise beträgt der Substanzverlust > 30 % (vgl. „Schnitt Achse 1“)
  • Die inneren horizontalen Balken sind, soweit untersucht, schadensfrei

 

  • Die horizontalen Balken im Bereich der Plattform sind an West-, Ost- und Nordseite stark geschädigt, Substanzverlust > 30 %

 

Es ist ersichtlich, das alle horizontalen Hölzer teilweise stärkste Schädigungen aufweisen. Das ist mit der Tatsache erklärbar, dass Feuchtigkeit von der Oberfläche dieser Bauteile nicht ablaufen konnte, an diesen Stellen „stehen blieb“, in das Holz eingedrungen ist und dieses auf diese Art und Weise geschädigt hat. Untermauert wird diese These durch den Fakt, dass die vertikalen Hölzer der Stiele und die Diagonalen diese Schädigungen nicht aufweisen. An diesen Teilen der Konstruktion konnte und kann anfallende Feuchtigkeit problemlos ablaufen.

Folgende Legende eignet sich sehr gut zur Zustandskartierung des Bestandes.

 

 

 

 
http://public.beuth-hochschule.de/antennenmessplatz/