Werden an die n Eingänge eines neuronalen Netzes n Signale angelegt, dann sagt man dazu, dass der zu den Signalstärken gehörende Vektor in das Netz eingegeben wird. Er ist Eingabevektor für das Netz. Die Eingabe eines Vektors in ein neuronales Netz löst einen zweiteiligen Schaltvorgang aus. Durch den aktuellen inneren Zustand des Netzes wird im ersten Teil des Schaltvorgangs der n-stellige Eingabevektor in einen internen m-stelligen Vektor überführt.
Im zweiten Teil des Schaltvorgangs wird dieser interne Vektor komponentenweise mit Schwellenwerten verglichen. Abhängig vom Ergebnis dieser Vergleiche werden seine Komponenten modifiziert und können über die m Ausgabepins abgegriffen werden. Der durch den Schaltvorgang entstandene, zum Eingabevektor gehörende Vektor, ist der Ausgabevektor des Netzes. Die Überführung eines Eingabevektors in einen Ausgabevektor wird als Eingabepropagierung (Ausbreitung der Eingabe) bezeichnet.