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Eisbärenrisiko in Grönland


                    Eisbären kommen in Grönland nur an der Westküste deutlich nördlich des Polarkreises vor. Auf unserer Route war eigentlich nicht mit Begegnungen zu rechnen. So hatten wir uns entschlossen, auf das Mitführen einer Schusswaffe zu verzichten.

Der Sommer 2002 war aber sehr kalt und es gab auch im Bereich von Ammasalik viel Treibeis entlang der Küste.  Einige Eisbäreen sind offensichtlich mit dem Eis weiter als gewöhnlich nach Süden gewandert. Kurz vor unserer Ankunft wurde direkt im Orte ein Bär erlegt und auch in der Nähe unseres Startpunktes sichteten Einheimische im Frühsommer Bärenspuren.
Als aber am 5. Tag gegen Abend eine Bärenspur unseren Kurs kreutzte wurde uns schon anders. 40 km von der Küste entfernt im Landesinneren war das schon ungewöhnlich. Da nicht festzustellen war, ob die Spur 2h oder 2tage alt war, liefen wir noch eine ganze Stunde länger als geplant, um eine möglichst große Distanz zwischen die Spur und unser nächstes Camp zu bringen. Ein Blick auf die Karte zeigte dann auch, dass der Bär offensichtlich nur von einem Fjord in einen anderen über Land gewechselt hatte.

Informationen über sinnvolles Verhalten in Begegnungsfällen kann man vom Dänischen Polarzentrum (DPC) bekommen.
Wir haben hier eine auszugsweise Übersetzung der dort verfügbaren "Richtlinien" beigefügt.


 
 
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