Erfahrungen und Fakten
Ausrüstung Grönland Windstärken Eisbärenrisiko Bisherige Expeditionen Literatur und Filme Presse Home

Erfahrungen und Hinweise zu der von uns benutzten Ausrüstung

An dieser Stelle sollen nicht die einzelnen Ausrüstungsgegenstände aufgelistet werden. Lediglich auf die wichtigsten Dinge (ohne Berücksichtigung der Bekleidung) wird kurz eingegangen.
 

2002   Erfahrungen 2006
Schlitten:
*norwegische Kunststoffschlitten der Firma Fjellpulken
(Länge 190 cm, Breite 50 cm, Gewicht der Schlitten am Beginn der Expedition ca. 110 kg)
Die Schlitten haben sich top bewährt und auch die harte Tortour beim Abstieg durch die 20 km Spalten- und Rinnezone ohne ernsthafte Beschädigungen überstanden. Nach der Reparatur der inzwischen bei anderen Touren verschlissenen Planen verwenden wir die selben Schlitten
Skier/Schuhe/Bindungen
*Back Country - Ski von "Sporten" (mit Schuppen), 
*Kurzfelle (Kicker Sticker)
*Telemark -Schalenschuh Garmin-Libero
*Telemark-Laufbindung "Chili" von Rotafella
Hat sich gut bewährt. Durch die flexiblen Telemarkschuhe hatten wir auch bei -30°C spätestens 20 min nach dem Start warme Füße.
Allerdings hatten wir massive Probleme mit den Bindungskörpern. Alle  waren nach 400 km angerissen, ein Paar ist nach 450 km gebrochen.
Zum Laufen werden wir wieder eine ähnliche Ausrüstung verwenden. Zum Segeln werden wir zusätzlich je ein Paar alpine Tourenski mit einer Silvretta 400 mitnehmen. Die Telemarkschuhe sind darin verwendbar.
Zelte
*zwei Terra-Nova-Expeditionszelte  Quasar und Hyperspace mit doppelten Gestänge
*ein einwandiges Tunnelzelt als Küche (Eigenbau)
(notfalls sind wir auch in der Lage, Iglus zu bauen)
*Eine Naht ging ohne Sturm- belastung auf und musste repariert werden.
*2 Gestängebrüche beim Aufbau
*Netzkanäle fürs Gestänge sind bei 40x auf- und abbauen in Schnee und Kälte unzweck- mäßig.

(Aufgrund der Schneebedingungen wäre uns das Iglubauen schwer gefallen)
 

 Schlafsäcke
4  Daunenschlafsäcke mit Goretex- Außenhülle mit Komfortbereich bis -30°C
(Yeti)
 

2  Not- und Ersatzschlafsäcke (Yeti -  ; Kunstfaser bis +5°C) - nicht benutzt

Keine Vaporliner oder Plastetüten im Schlafsack

Wir sind sehr gut mit den Daunenschlafsäcken ausgekommen. Wenn es das Wetter zuließ haben wir sie gelüftet, so blieben sie die meiste Zeit trocken. Wenn mehrere Tage Schneetreiben war, ließ die Wärmeleistung durch die Kondenationsfeuchte in den Daunen etwas nach. Aber gefroren hat trotz nachts bis -40°C keiner. Keine Experimente
Navigation 
2 Kugelkompen, 4 Marschkompen
2 Handheld-GPS (Garmin)
Die Richtungsanzeige am Kugelkompass war neigungsabhängig. Fürs Kajakfahren soll es bessere geben. 
Kommunikation 
2 MiniB-Notsender
1 Magellan GSC-100 (Orbcom)
Die Notsender mussten wir nicht nutzen. 
 

Das Orbcomm-System funktionierte nördlich des Polarkreises - obwohl vom Betreiber extra angegeben - nicht mehr. Vermutlich waren zu starke ionosphärische Störungen die Ursache. U.U. könnte eine Langdrahtantenne dort weiterhelfen.

1 Iridium-Satellitenetelefon
1 Walky-Talky pro Person zur Verständigung beim Segeln
2 MiniB-Notsender
Kocher/Geschirr
3 Primus-Benzinkocher, geschätzter Benzinbedarf  1l pro Tag für 4 Personen,
Kochbrett, Nansenkocher (Wärme- rückhaltung), 2 beschichtete Töpfe, 1 Pfanne

1 Wasserkessel vom Trödelmarkt (0,50 €), da im Fachhandel nicht in der erforderlichen Größe aus Alu erhältlich.

 

Der Benzinverbrauch war etwas geringer als 1l/Tag.
 

Die Ausgabe für das beschichtete Geschirr hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Benzin kalkulieren wir wie gehabt.

Der Wasserkessel geht auf jeden Fall wieder mit.

Verpflegung
ca. 4500 kcal (=1kg Trockenmasse ) / Person und Tag 
Globetrotterlunch, Peronin, Pemikan, Schokolade, Müsliriegel, Powergel, Kekse, Haferflocken, Müsli, Fertiggerichte aus dem Supermarkt (ca.1/3, nur Travellunch wäre uns zu eintönig gewesen und so haben wir das geringfügig höhere Gewicht in Kauf genommen). 
Das war nach 40 Tagen auf dem Eis noch übrig.
Die doppelte Abendmahlzeit stellte am Anfang jeden Magen vor ein ernstes Problem. Dafür war die Unterwegsverpflegung für die Marschpausen zu gering kalkuliert. Pemikan erwies sich als echtes Abführmittel und Kaiserschmarren waren beliebter als Chili con Carne. Pemikan nur noch in geringen Mengen, abends ca. die 1,5-fache Standardportion (bezogen auf Globetrotterlunch), mehr Schokolade, Kekse, Riegel etc. - sonst hat das Konzept von 2002 funktioniert
Dokomentation - Foto
 2 Canon EOS 500
 1 Praktika MTL
 1 Olympus miju-zoom
 1 Pentax
 

Filme: 

 

  Die beiden Canaon EOS 500 haben nach wenigen Tagen den Dienst komplett verweigert (Elektronik), so dass nahezu alle Fotos mit der alten Praktika oder den beiden Sucherkameras gemacht wurden. Allerdings kam die Praktika mit den modernen Filmen nicht klar, so dass viele Aufnahmen unterbelichtet waren. Wir testen noch, ob wir auf digitale Fotografie umsteigen.
Dokomentation - Video
1 Sony mit wasserdichtem Sportpack
1 Sony (Ersatz)
  Beide Videokameras haben gute Aufnahmen geliefert. Für besondere Aufnahmen und schlechtes Wetter hat sich der Sportpack zum wiederholten Mal als unverzichtbarer Schutz erwiesen.  Bisher sind keine Änderungen vorgesehen.
Wissenschaftliche Geräte
2 geodätische Trimble 5700 GPS- Empfänger,  Datenspeicherung auf Compact-Flash (kein Download mit PC während der Expedition)
 
   
Sonstiges
 2 haben ihn für überflüssig gehalten
 
 
 
 
 

Wir haben im Fachhandel lange nach leichten, warmen Schuhen mit dicker Sohle für den Aufenthalt im Lager gesucht. Schließlich haben wir uns von Freunden 20 Jahre alte "Moonboots" geliehen. 
(1kg/Paar !! )
 

...

Bei -35° C und 40 km/h Wind hat das der eine oder andere bereut.
 
 
 
 

Es war eine Wohltat, nach dem Zeltaufbau in trockene Socken und Schuhe schlüpfen zu können. In den nassen Plasteschuhen wären uns die Füße abgefroren. Allerdings haben wir 2 Paar nach der Tour ensorgen müssen.

Nie wieder ohne Uribag.
 
 
 
 
 
 

Wir suchen noch nach gleichwertigem Ersatz.
 


 
Erfahrungen und Fakten
Ausrüstung Grönland Windstärken Eisbärenrisiko Bisherige Expeditionen Literatur und Filme Presse Home