Wissenschaft und Ergebnisse
Das Projekt Die Messungen Ergebnisse 2002 Ausblick 2006 Home

Die Messungen

Messungen 2002
Ziel der wissenschaftlichen Arbeiten während der Expedition war es, ein Höhenprofil entlang unserer Route zu bestimmen. Diese Information über die Höhe diskreter Punkte der Eisoberfläche sollte als Bodenkontrolle zur Kalibrierung von Satellitenradardaten zur  flächenhafte Erfassung der Oberfläche Grönlands dienen. 
Zur Bestimmung der Höhe haben wir an jedem Camp 12 h GPS-Beobachtungen durchgeführt. Um die Oberflächenneigung in der Umgebung des Messpunktes zu ermitteln haben wir mit kinematischen Messungen jeweils 8 weitere Punkthöhen in ca. 30 m Abstand vom Hauptpunkt bestimmt. 
Als Empfänger standen 2 Trimble 5700 zur Verfügung. Die geplante Aufzeichnung mit einer Datenrate von 1s konnte durch einen Programmierfehler am Empfänger nicht realisiert werden, so dass nur in 15 s -Intervallen aufgezeichnet wurde. Als Referenzstationen für die Auswertung standen die Permanentstationen am Flugplatz in Kulusuk (Ostküste) und in Kellyville (Westküste) sowie eine während der Kampagnie vom Institut für Planetare Geodäsie der TU Dresden besetzte Station in Kangerlussuaq zur Verfügung.
Die Stromversorgung der beiden GPS-Empfänger erfolgte über 2 Solarpanele a 30 W und 2 externe 12 V - Akkus mit 12 bzw. 16 Ah Kapazität und entsprechende Laderegler.
Um bei einer Wiederholungsmessung auch genaue Eisbewegungen ermitteln zu können, haben wir die Punkte mit einem Magneten und einem im Schnee ausgelegten Kreuzes aus metallbedampfter Folie vermarkt. 
Messungen 2006
Gegenüber 2002 wollen wir das Spektrum der Messungen erweitern. Zunächst ist vorgesehen, die Koordinate des Messpunktes von 2002 wieder aufzusuchen und die Höhenbestimmung analog 2002 vorzunehmen. 
Die Höhendifferenz entspricht dem Volumenverlust der Eiskappe an der Stelle. Das Höhenprofil kann, wie eigentlich 2002 bereits vorgesehen, für die inzwischen arbeitenden Satellitenmissionen zur Kalibrierung verwendet werden.
Mit Hilfe eines Metalldedektores wollen wir auch versuchen, die Magnetvermarkungen aus der ersten Kampagnie wieder zu finden. Diese können im Extremfall inzwischen bis 4m unter dem Eis liegen und sich bis 1000 m seit der Erstmessung bewegt haben. Eine Abschätzung der Bewegung haben wir aus den 12h-Messungen von 2002 vorgenommen. Wir rechnen damit, am Anfang jeweils eine Fläche von ca. 200m x 200m zum Auffinden des Magneten absuchen zu müssen, um seine aktuelle Lage bestimmen zu können. Die Koordinatendifferenz der beiden Punkte ergibt die Eisbewegung an dieser Stelle über den Messzeitraum von 4 Jahren. 
Die Tiefe der Marke im Eis lässt auf den Schneezutrag in dem Zeitraum schließen und die Schichtung des Eises gibt ähnlich der Jahresringe von Bäumen Auskunft über den Jahresverlauf an Niederschlägen und Temperatur. Die Struktur des Schnee´s in den oberen Schichten muss für die Satellitenradarauswertung erfasst werden.
Soweit logistisch beherrschbar (Gewicht, Stromversorgung) planen wir die Mitführung eines Eisdickenradar´s, um auch Reflexionen älterer, tiefer liegender Eisschichten zu erhalten und auf den Schneezutrag in historischen Epochen schließen zu können.
Im Randbereich in der Nähe der Referenzstationen und soweit logistisch möglich auf der gesamten Trasse wollen wir auch zwischen den Camps mittels kinematischer GPS-Messungen die Oberflächenhöhe zwischen den Messpunkten erfassen, um das Höhenprofil zu verdichten. 

 
 
Wissenschaft und Ergebnisse
Das Projekt Die Messungen Ergebnisse 2002 Ausblick 2006 Home