Die Idee
Die Idee Die Route Expedition 1912  Galerie 1912/2002 Home

 
Als Ziel unserer Expedition hatten wir von Anfang an eine Durchquerung Grönlands geplant. Das ist sicher auf vielen verschiedenen Routen möglich (Fakten/ Bisherige Expeditionen). Das Problem bei der Routenwahl war, dass der Ausgangs- und Endpunkt möglichst mit einfacher und preiswerter Loggistik erreicht werden konnte und mit vertretbarem Aufwand und einer gewissen Sicherheit die Spalten- und Abflusszone in den Randbereichen überwunden werden kann.  Außerdem sollte für die geplanten glaziologischen Untersuchungen ein möglichst interessantes Gebiet durchquert werden. Und nicht zuletzt hatten wir den sportlichen Ehrgeiz, uns von den inzwischen auch kommerziell angebotenen Sportexpeditionen von Isortoq nach Kangerlussuaq (Sondre Stroemfjord) abzuheben.
Bei der Beschäftigung mit der Thematik stießen wir auf das Buch "Quer durchs Grönlandeis" von Alfred de Quervain (Literatur), der 1912 als Zweiter Grönland von einem Punkt nördlich von Ilulissat (Jakobshavn) nach Ammasalik durchquert hat (Expedition 1912). Da seine Route sowohl von der Länge, vom Verlauf als auch von der Erreichbarkeit der Endpunkte unseren Anforderungen entsprach, entschieden wir uns, 90 Jahre später seinen Spuren zu folgen. 
 
 
 

Unser Zeitfenster für die Expedition lag aber deutlich später im Jahr, so dass wir nach Beratung mit Kollegen, Freunden und Kennern der Örtlichkeit die Laufrichtung umkehrten, da an der wärmeren Westküste im Spätsommer ein Aufstieg auf das Eis mit schweren Schlitten wegen der zu erwartenden extremen Bedingungen (s.u.) nicht realisierbar erscheint.

Detailkarte der Küstenregion Ammassalik.
Kulusuk wird von Air Greenland und Iceland Air von Kangerlussuaq und Rejkjavik aus angeflogen. Von dort kann man per Helikopter oder Boot in das lokale Zentrum Tasilak (Ammassalik) gelangen. Nach der Abmeldung bei der örtlichen Polizei geht es mit dem Boot zum Ausgangspunkt nahe Isortoq. 



Ein Aufstieg im Juli durch dieses Gelände mit den Seen, Schneesümpfen und Abflussrinnen wäre nict möglich gewesen.                        Foto:  Stober
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

An der Westküste verlassen wir bei Quervains Havn - auch als Port Victor bezeichnet - das Inlandeis. An der Küste liegt ein zeitweilig besetztes Touristencamp, von wo wir uns wieder mit einem Schiff abholen lassen.


 
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