Das Risiko:
 

Selbstverständlich ist eine Reise mit derartiger Minimallogistik nicht ohne Risiken.
Wir glauben aber, diese Risiken zu beherrschen und allen denkbaren Situationen gewachsen zu sein. Bei den bisherigen vier Expeditionen ist alles gut gegangen.

RISIKO 1: UNFÄLLLE

Unfälle der Teilnehmer während der Reise können nicht ausgeschlossen werden. Ernste Ereignisse (Knochenbrüche, ernste Erkrankungen,...) würden zu einem Abbruch der Expedition für alle Teilnehmer führen. Dafür führen wir einen Notrufsender mit, mit denen eine Rettungsaktion ausgelöst werden kann, die von den grönländischen Behörden durchgeführt werden würde. Eine Pflichtversicherung deckt die Kosten einer Bergung. Zusätzlich haben wir in den letzten Jahren auch ein Satellitentelefon im Gepäck, über das wir uns medizinische Ratschläge holen können, aber auch unsere genaue Position melden können, ohne den Notfallsender zu aktivieren.

RISIKO 2: KATASTROPHEN

Andere Katastrophen, wie z.B. Zerstörung lebensnotwendiger Ausrüstung durch Stürme oder andere Naturereignisse, könnten ebenfalls zu einem Abbruch der Expedition führen. Aber auch da hilft gute Vorbereitung. So können wir z.B. Iglus bauen, andere Notunterkünfte im Schnee errichten u.v.a.
"Adventure is just bad organisation!" (R. Amundsen)

RISIKO 3:TIERE

Das einzige ernstlich gefährliche wilde Tier in Grönland ist der Eisbär. In dem Bereich Grönlands, in dem wir uns bewegen werden, kommen (eigentlich) keine Eisbären vor. Daher führen wir keine Waffen zur Bärenabwehr mit, lediglich Pfefferspray und Signalleuchtkugeln sind im Gepäck.
Das Restrisiko eines "Kontaktes" lässt sich durch entsprechendes Verhalten minimieren, meinen Experten.
Sollten wir entgegen allen Erwartungen doch Kontakt mit einem Eisbären bekommen, ist noch lange nicht alles verloren, obwohl wir nicht bewaffnet sein werden.
Informationen über sinnvolles Verhalten in solchen Fällen konnte man vom früheren Dänischen Polarzentrum (DPC) bekommen. Diese Institution gibt es allerdings nicht mehr, seit die hoheitlichen Aufgaben, Expeditionen betreffend, vom grönländischen Umweltministerium wahrgenommen werden.
Wir haben hier eine auszugsweise Übersetzung der dort verfügbaren "Richtlinien" beigefügt:

aEisbaer.pdf