I rediscovered watercolor painting in the late 90's. The starting point was a series of excursions to the Mediterranean area. Soon afterwards I began painting in the American Northeast and in Germany, where I live. I prefer the "plein air" method of painting on site. Inspired directly by the mood of a subject, I can translate my impression into composition and color.

My formal education consists of studies in art and architecture. I carry out architectural illustration commisions and instruct perspective drawing at the University of Applied Sciences in Berlin, Germany. The influences on my work are evident, however this presents me with a challenge. I draw and paint along a "hard edge" between technical illustration and fine art orientating on the visable world.

The watercolors do not represent a documentation of my travels. Paraphrasing Edward Hopper, one can paint as well in Hoboken as in Paris. However, there is a Mediterranean light also in the New York area, being of the same latitude. Light and shadow enhance the spatial perspective. The immediacy of watercolor offers the possibility of direct interpretation. In a comment on my watercolors, Jörg Probst noted that watercolor is the historic precursor of photography.

My watercolors are studies. I start from existant situations and develop my impressions with composition, color and space, often leaving out bits of reality which disturb those elements of painting. As an artist I am continually asking myself what can I leave out in order to reach a central idea.

My decision for a certain motive is initiated more or less by coincidence, since I have no conscious preconceptions. For example, wandering around the beach at Sorrento-Meta, I was impressed by the blue artificial lighting. I noticed also that the line between the sea and the sky disappeared in the dark night. Instead, a yellow sea wall became a metaphysical dividing line.

These series of watercolors document my development as an artist. I title the paintings neutrally in accordance to where they were completed, inviting viewers to have their own impressions.

Hard Edge (in German)

In den Spät 90er habe ich für mich die Aquarellmalerei wiederentdeckt. Ausgangspunkt war eine Serie von Reisen in den Mittelmeerraum, und später in den Nordosten der USA; einige Reisen führten quer durch Deutschland. Meine Bilder werden immer am Ort gemalt, „Plein Air“ oder Freilichtmalerei genannt. Damit habe ich direkten Zugang zum Sujet, das mich mit seiner Stimmung, Farbigkeit und Komposition fesselt und inspiriert.

Meine formale Ausbildung beinhaltet bildende Kunst und Architektur. Ich bin auch mit Architektur-Illustration beschäftigt und unterrichte perspektivische Darstellung an der Technischen Fachhochschule Berlin. Die Einflüsse sind eindeutig; sie stellen aber für mich eine Herausforderung dar. Ich zeichne und male entlang einem „hard edge“ zwischen der handwerklichen Illustration und der spontanen Aquarellmalerei, mit Orientierung auf die direkt sichtbare Realität.
 
Die Aquarellbilder sind in erster Linie keine Dokumentation meiner Reisen. Denn, um ein Zitat von Edward Hopper zu paraphrasieren, man kann sowohl in Hoboken wie auch in Paris malen. Jedoch ist das Mittelmeerlicht, das auch in den Vororten von New York City vorhanden ist, von Bedeutung. Licht und Schatten unterstützen die räumliche Perspektive. Die Unmittelbarkeit der Aquarellmalerei eignet sich um die Farbigkeit des Sujets direkt umzusetzen.

Meine Aquarellbilder sind Studien. Ich gehe von vorhandenen Situationen aus und beschäftige mich mit Komposition, Farbe und perspektivischem Raum. Dabei lasse ich aus, was den Raum und Komposition stört, d.h. häufig Menschenmassen und Autoverkehr. Immer mehr frage ich mich als Künstler, was ich kann noch auslassen kann, um mich auf konkretere Ideen zu besinnen.
 
Wie ich mich für einen Motiv entscheide, möchte ich anhand von einigen Beispielen aus meiner Bilderserien erläutern. Diese Prozesse zeigen, wie ich mehr zum Ausdruck bringe, als ich optisch gesehen habe. Eines Abends in Sorrento-Meta war ich nicht nur vom künstlichen Licht am Hafen sinnlich beeindruckt, sondern auch von der Dunkelheit, die den Himmel und das Meer schluckte. Die gelbe Kaimauer wurde eine Grenze zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Die beiden Bilder, die ich dort malte, vermitteln eine Idee.

Die Bilder auf meinem Website zeigen meinen Prozess als Kunstschaffender. Die Arbeiten sind neutral über ihren geographischen Orten betitelt.

William Wires, März 2002